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Am 6. Juni 2001 fand in St. Pölten der Impulstag "Wohnbauforschung" statt, der unter dem Thema "Wohnbedarf, Mobilität und adäquates Wohnen" stand.
Die Grundfragestellungen und Zielsetzungen können wie folgt charakterisiert werden, wobei die bei dieser Veranstaltung vorgestellte Forschungsarbeit und die Tagung die verschiedenen Aspekte der wohnungspolitischen Randbedingungen aus interdisziplinärer Sicht (Ökonometrie, Soziologie, Architektur), wie
beleuchteten.
Die Tagesordnung umfaßte die folgenden Referate (samt Kurzzusammenfassung)
Wohnbedarf, Mobilität und adäquates Wohnen
Workshop 3109 St. Pölten, Landhaus, Haus 1a, Ostarrichi-Saal
13.00 Uhr, Dr. Gerhard Bonelli, NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie
Univ. Doz. Dr. Karl Sablik, NÖ Landesakademie, Bereich Gesundheit und Soziales
Begrüßung und Einführung
Dr. Bonelli erinnerte an die drei Arbeitsfelder des Bereiches "Umwelt und Energie" der NÖ Landesakademie im Rahmen der NÖ Wohnbauforschung (Dokumentation, Projektbegleitung und -evaluierung sowie Forschungsver-wertung und Leitlinienfunktion) und betonte die Komplexität des Themenbereiches "Wohnen" als interdisziplinäre Aufgabe.
Dr. Sablik faßte die Interdisziplinarität des Themas zusammen und informierte über weitere Aktivitäten im Bereich ""Gesundheit und Soziales" wie das "Netzwerk Lebensstil" und das "Europäische Zentrum für Umweltmedizin". Er forderte Präzisierungen in der NÖ Bauordnung (Stichwort "Medizinische Bewertungen") und beim Problemfeld des Sozialen Zusammenlebens (Nachbarrecht).
13.30, LAbg. Dr. Martin Michalitsch, Mitglied des Wohnbauförderungsbeirates
Tendenzen der NÖ Wohnbaupolitik
Dr. Michalitsch betonte 5 wichtige Punkte der NÖ Wohnbaupolitik, wie Fragestellungen der FINANZIERUNG (Sicherung der NÖ Wohnbauförderung für einen nachhaltigen Wohnbau, 6 Milliarden öS pro Jahr), SOZIALE TREFFSICHERHEIT (3 Schwerpunkte: familiengerecht, Leben mit Behinderten, Wohnen im Alter), MARKTWIRTSCHAFT (Wohnbauförderung initiiert 17 Milliarden öS pro Jahr Bauvolumen und sichert 1.500 Arbeitsplätze auf Dauer), ÖKOLOGIE (Umwelt, Energie, Faktor4, Klimaschutz, Energieausweis, sparsamer Bodenverbrauch, Heizkesseltausch, Solarförderung, Orts- und Dorfkernrevitalisierung, usw. ...), "FAKTOR 10" (Problemstellungen Bund - 9 Bundesländer, etwa bei Bauordnungen, Nachbarschaftsrecht, Wettbewerb; wichtige Funktionen durch die NÖ Wohnbauforschung und durch die NÖ Landesakademie).
13.45, Univ. Prof. DI. Dr. Edwin Deutsch, Institut für Ökonometrie, TU Wien
Bericht über die vorliegende Studie: Wohnbedarf, Mobilität und adäquates Wohnen
Das Referat von Dr. Deutsch erläuterte den vorliegenden Wohnbauforschungsbericht "Wohnbedarf, Mobilität und adäquates Wohnen", welcher kostenlos bei der NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie (siehe unten) bezogen werden kann. Es wird daher nicht weiter dokumentiert.
14.30, Univ. Prof. Dr. Anton Amann, Zentrum für Alterswissenschaften und Sozialpolitikforschung, NÖ Landesakademie
Wohnen in der zweiten Hälfte des Lebens
Dr. Amann verweis auf den eklatanten Mangel an einschlägigen Forschungsergebnissen in Österreich, insbesondere in der Wechselwirkung von Wohnverhältnissen und Sozialverhalten. Er definierte 4 Bereiche wie Wohnen mit hochkomplexen Strukturen (physisch, psychisch, sozial), Wohnen als hochstandardisierte Bedürfnisbefriedigung, Gestaltung der physischen Umwelt durch soziale Vorgänge und die Konsequenz daraus (Wohnen als fester Ort oder Lebensbereich, aber auch Wohnen als Prozeß und Wohnen im Lebensverlauf). Fragestellungen: Verhältnis Wohnen, Umwelt, Gestaltung des Lebens; alterstypische Veränderungen; was bedeutet Wohnen und Betreuung ?. Zu den aufgeworfenen Fragestellungen wurde von unterschiedlichen Positionen aus berichtet und Lösungsansätze insbesondere für Wohnen im Alter aufgezeigt.
15.00, Arch. DI. Stefan Helmut Haiden,Staatl. Bef. und beeid. Ziviltechniker
Lebensstil und Wohnbedarf
DI. Haiden berichtete von Ergebnisse aus Erhebungen von Wohnwünschen und Hausgrößen. Er brachte architektonische Beispiele wie die Werkbundsiedlung in Wien, Häuser in St. Pölten, die Mauerbergsiedlung in Wien (Arch. Rainer); Beispiele aus Klein-Hain bei St.Pölten, die umgebaute Fachschule in Pyra und das Projekt Etsdorf.
15.30, Diskussion und Reflexion
Kurzstatements und Diskussionsbeiträge
Die Diskussion verlief umfassend und lebhaft.
16.00, Dr. Georg Schörner,NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie
Zusammenfassung und Ausblick
Dr. Schörner faßte die wichtigsten Ergebnisse der Tagung zusammen und gab einen Ausblick auf derzeit in Arbeit befindliche Projekte im Rahmen der NÖ Wohnbauforschung sowie eine kurze Information über die nächste Sitzung des NÖ Wohnbauforschungsbeirates.
Alle Teilnehmer erhielten kostenlos den neuen 2. Band der Schriftenreihe zur NÖ Wohnbauforschung "Wohnbedarf, Mobilität und adäquates Wohnen"
Bestellungen des kostenlosen Tagungsbandes per e-mail: georg.schoerner@noe-lak.at oder Telefon 02742 294 17434 (Frau Jung, Dr. Schörner: DI 8-16 Uhr, DO 8-16 Uhr, FR 8-16 Uhr) oder schriftlich an die NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie, Neue Herrengasse Haus 17A, A-3109 St. Pölten.